Aufgabe
Das
Vollautomatik-Getriebe soll das Übersetzungsverhältnis im Antriebsstrang je nach
Fahrpedalstellung, Fahrgeschwindigkeit und Programmschalter-Stellung wählen und
dem/der Fahrer(in) Einfluss auf die automatische Regelung ermöglichen.
Funktion
Die
Getriebeantriebswelle ist über einen Drehmomentwandler (oben links) mit der
Kurbelwelle nicht vollkommen lösbar verbunden. Teile von Planetengetrieben (oben
rechts) werden durch Lamellenkupplungen in den Kraftfluss geschaltet und
gleichzeitig andere durch Lamellen- oder Bandbremsen festgehalten. Dadurch ist
ein schneller Wechsel des Übersetzungsverhältnisses auch über mehr als eine
Gangstufe möglich, ohne den Kraftfluss zu unterbrechen. Eine Pumpe an der
Antriebswelle baut den nötigen Druck auf, um die Kupplungen und Bremsen im
Automatikgetriebe zu betätigen. Die Regelung der Ölströme erfolgt bis vor
einiger Zeit hydraulisch oder heute elektronisch. Als Öl im Automatikgetriebe
werden spezielle ATF-Öle (Automatic Transmission Fluid) verwandt.
Bei der hydraulischen Regelung (2. Bild von oben) werden die durch Öldruck
betätigten Schaltventile und damit die gewählte Übersetzung vom Saugrohrdruck
(Fahrpedalstellung) und vom Fliehkraftregler (Fahrgeschwindigkeit) gesteuert.
Bei der elektronischen Regelung werden Schaltventile vom Steuergerät durch
entsprechende Sensoren elektrisch betätigt.
Verschiedene Wählhebelstellungen ermöglichen Rückwärtsfahrt, Leerlauf, ein
Blockieren beim Parken und das Sperren einer oder mehrerer oberer Gangstufen.
Häufig kann der/die Fahrer(in) den Gangwechsel durch eine zweite Schaltgasse
beeinflussen. Entweder kann zwischen Schaltprogrammen mit wirtschaftlichem
frühen oder sportlichem späten Schalten gewählt werden oder die Software findet
den gewünschten Fahrstil durch Fuzzy Logik selbst heraus.